HOFFNUNG

Manch­mal scheint mir, die Hoff­nung sei, was wir am meis­ten nötig haben; und dass wir jenen Hun­dert­tau­sen­den, die die­sen Som­mer zu uns kom­men, allein des­halb zu Dank ver­pflich­tet sind, weil sie uns ihre Hoff­nung brin­gen. Denn sie, die Hoff­nung auf ein bes­se­res und fried­li­che­res Leben, hat allem Anschein nach die vie­len Flücht­lin­ge zum Auf­bruch ange­trie­ben. Der Sog der Hoff­nung gab ihnen die Kraft, den wei­ten und ris­kan­ten Weg nach Nor­den anzu­tre­ten. Sie zog sie vor­wärts, als das Heim­weh sie zur Rück­kehr dräng­te. Hoff­nung, so leh­ren uns die Flücht­lin­ge, ist eine gro­ße Kraft.

Wei­ter­le­senHOFFNUNG

ES geht um die Zukunft EUROPAS.

Es geht um die Zukunft Euro­pas. Es geht um die Fra­ge, ob wir in den von uns geschaf­fe­nen Struk­tu­ren ver­har­ren und erstar­ren wol­len oder einen Auf­bruch wagen wer­den; ein The­ma, das – wie mir in die­sen Tagen bei mei­nem Semi­nar über die Roman­tik deut­lich wird – schon um 1800 auf der Agen­da der euro­päi­schen Kul­tur stand. Damals ent­wi­ckel­ten die klügs­ten unter den jun­gen Dich­tern und Den­kern ein Pro­gramm des Auf­bruchs: des Auf­bre­chens der erstarr­ten For­men, in denen sich die euro­päi­sche See­le ver­fan­gen und ihre Leben­dig­keit ein­ge­büßt hat­te. Sie woll­ten den Wan­del, weil sie sahen, dass die alte Archi­tek­tur morsch und lebens­feind­lich gewor­den war.

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