VON DER SCHÖNHEIT DES BLEIBENS

Wir sind ständig in Bewegung, reisen hierin, reisen dorthin. Wieviel Lebenszeit verbringen wir im Auto, wieviel Stunden sitzen wir im Zug oder im Flugzeug! Und wenn wir nicht selbst leibhaftig in Bewegung sind, surfen wir im Internet und sind in virtuellen Welten unterwegs. Warum nur fällt es uns so schwer, an einem Ort zu bleiben? Woher nur dieser Widerstand dagegen, bei einer Sache – oder einem Menschen – zu verweilen? Warum nur diese Unrast?

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Narrows

(aus meinem USA Reisejournal, 4. Juli 2017)
»We are the world too many« (Wordsworth)
In den Narrows
wird es eng
Hunderte sind heute hier
um in Scharen durch die Wasser
in das enge Tal zu wandern
und sich dabei Schritt für Schritt
die Füße zu kühlen.

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Cadillac

Bunte Farben
Pink und Himmelblau
Chrom im Fluss
geformt vom Fahrtwind
heißer Highways
durch die Wüste.
Elegant und groß
der ganze Stolz
einer Nation

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Der Gipfel der Ironie

Was uns die documenta 14 von Athen tatsächlich lernen lässt

Es ist der große Stolz der documenta, dass sie sich nicht damit bescheidet, Kunst zu zeigen oder auszustellen. Sie will selbst ein Kunstwerk sein, denn sie selbst hat sich der Logik der modernen Kunst verschrieben. Von daher lässt sich leicht erklären, dass sie von jenem Geist durchdrungen ist, der die avantgardistische Kunst der Gegenwart von jeher bewegt und sich in immer neuen Varianten mitteilt: vom Geist der Ironie.

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