»PLATON. Der Denker Europas«

Philosophiereise „Platon” ZEIT REISEN

Datum / Zeit: 13.05.2020 – 20.05.2020  |  14:00 – 12:00
Ver­an­stal­tungs­ort: Hotel Ama­lia

Eine Rei­se zu den geis­ti­gen Quel­len unse­rer Kul­tur

Kein ande­rer Den­ker hat die Geschich­te des euro­päi­schen Geis­tes so geprägt wie Pla­ton; und das obwohl sei­ne Phi­lo­so­phie häu­fig miss­ver­stan­den wur­de. Gera­de des­halb aber schlum­mern in ihr zahl­rei­che noch unent­deck­te Schät­ze. Ob Onto­lo­gie, Kos­mo­lo­gie, Ethik oder Poli­tik: Stets öff­net Pla­tons Den­ken über­ra­schen­de und inspi­rie­ren­de Per­spek­ti­ven. Des­halb ist Pla­ton ein span­nen­der Gesprächs­part­ner für alle, die vor dem Hin­ter­grund der gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen der Gegen­wart – von Kli­ma­wan­del über Digi­ta­li­sie­rung bis zu per­sön­li­chen Sinn­kri­sen – nach einem neu­en geis­ti­gen Para­dig­ma Aus­schau hal­ten.

Die Phi­lo­so­phie Pla­tons ist frei­lich nicht vom Him­mel gefal­len. Unver­kenn­bar sind in ihr die Ein­flüs­se Del­phis, des Zen­tral­hei­lig­tums der Alten Welt. Immer wie­der nimmt Pla­ton Bezug auf die Wor­te, die in der Vor­hal­le des Apol­lon-Tem­pels in Del­phi ein­ge­mei­ßelt stan­den: „Erken­ne dich selbst“ und „Nichts im Über­maß“. Pla­tons Den­ken folgt dem apol­li­ni­schen Geist, in des­sen Zen­trum Frie­den, Har­mo­nie und Schön­heit stan­den – ein phi­lo­so­phi­sches Pro­gramm, das nach über 2300 Jah­ren nichts von sei­ner Über­zeu­gungs­kraft und Schön­heit ver­lo­ren hat.

Pla­ton inspi­riert des­halb auf vie­len Fel­dern: Sei­ne Ethik weist einen Aus­weg aus dem post­mo­der­nen Wer­te­re­la­ti­vis­mus; sei­ne poli­ti­sche Phi­lo­so­phie öff­net den Blick für ein post­öko­no­mis­ti­sches glo­ba­les Ethos; sei­ne Deu­tung der Natur begrün­det eine avan­cier­te Öko­lo­gie; sei­ne Kos­mo­lo­gie bie­tet einen Deu­tungs­rah­men für die zeit­ge­nös­si­sche Phy­sik, sei­ne Logik befreit aus der Enge des land­läu­fi­gen Wis­sen­schafts­pa­ra­dig­mas; sei­ne Onto­lo­gie fei­ert Leben­dig­keit als Maß alles Guten, Wah­ren und Schö­nen; sei­ne Theo­lo­gie inspi­riert zu einer Spi­ri­tua­li­tät im Diens­te des Lebens; sei­ne Phi­lo­so­phie des Eros lädt ein zur Ent­fal­tung des mensch­li­chen Poten­zi­als.

Bei der phi­lo­so­phi­schen Rei­se nach Del­phi stellt Ihnen der Pla­ton-Exper­te Chris­toph Quarch die wich­tigs­ten Aspek­te der pla­to­ni­schen Phi­lo­so­phie vor und erläu­tert, inwie­fern sie den geis­ti­gen Dis­kurs des heu­ti­gen Euro­pa inspi­rie­ren kön­nen und soll­ten. Mit mor­gend­li­chen Impuls­vor­trä­gen macht Chris­toph Quarch Sie mit den zen­tra­len The­men der pla­to­ni­schen Phi­lo­so­phie ver­traut. Bei Spa­zier­gän­gen und Besich­ti­gun­gen erkun­den Sie auf Pla­tons Spu­ren das anti­ke Del­phi – einen Ort, der Pla­tons Den­ken maß­geb­lich geprägt hat.

1. Tag: Anreise | Tranfer nach Delphi | Begrüßung  | Abendessen

Chris­toph Quarch heißt Sie am Athe­ner Flug­ha­fen will­kom­men. Gemein­sam fah­ren Sie mit einem kom­for­ta­blen Rei­se­bus in knapp drei Stun­den nach Del­phi. Je näher Sie dem Ziel kom­men, des­to atem­be­rau­ben­der wird die Land­schaft. Vor­bei am Heli­kon-Gebir­ge, wo einst die Musen leb­ten und über eine Pass­hö­he auf dem im Win­ter schnee­be­deck­ten Par­nass gelan­gen Sie an den Ort, den schon die anti­ken Autoren als Zen­trum der Welt kann­ten: Del­phi. Wäh­rend der Fahrt stimmt Chris­toph Quarch Sie auf das Ziel der Rei­se ein. nach Ihrer Ankunft haben Sie Zeit, das schö­ne Hotel Ama­lia mit sei­nem gro­ßen Außen­pool zu erkun­den, bevor Sie zu einem Ape­ri­tif auf der Hotel-Ter­ras­se und einem gemein­sa­men Abend­essen zusam­men­kom­men.  

2. Tag: Annäherungen an einen vielfach Fehlgedeuteten | Geschichte des Platonismus

Nach dem Früh­stück ver­sam­meln Sie sich in dem licht­durch­flu­te­ten, gro­ßen Semi­nar­raum, wo Chris­toph Quarch Sie mit einem ers­ten Impuls­vor­trag erwar­tet. Ange­regt durch Höl­der­lins Aus­ruf „Hei­li­ger Pla­ton ver­gib, man hat schwer an dir gesün­digt” macht er sie ver­traut mit der ver­schlun­ge­nen Geschich­te des pla­to­ni­schen Den­kens und den Fall­stri­cken und Schlin­gen in denen sich schon man­cher Pla­ton-Inter­pret ver­hed­der­te. Sie essen im Hotel zu Mit­tag und bre­chen am Nach­mit­tag zu einem Spa­zier­gang zur Kas­ta­li­schen Quel­le und zum Hei­lig­tum der Athena Pro­na­ia auf, wo Sie mit dem Aus­gra­bungs­ge­län­de ver­traut gemacht wer­den. Vor Ort erläu­tert Ihnen Chris­toph Quarch, was es mit der Prä­senz der Göt­tin Athe­ne in Del­phi auf sich hat. Das Abend­essen neh­men Sie in einer male­ri­schen Taver­ne mit groß­ar­ti­ger Sicht aufs Meer ein. 

3. Tag: Das schönste Lebewesen

In sei­nem Mor­gen­im­puls macht Chris­toph Quarch Sie mit dem zen­tra­len Motiv des Pla­to­ni­schen Den­kens ver­traut: Sein ist Leben­dig­keit. Aus­ge­hend von Pla­tons spä­ten Dia­lo­gen „Timai­os” und „Nomoi” ler­nen Sie sei­ne Sicht auf die Prin­zi­pi­en des­sen ken­nen, was die Grie­chen phy­sis oder kos­mos nann­ten. Um Pla­tons Begeis­te­rung für das Leben der Natur am eige­nen Lei­be nach­füh­len zu kön­nen, fah­ren Sie am spä­ten Vor­mit­tag gemein­sam ans Meer, wo Sie sich am Strand erge­hen oder im Hafen des idyl­li­schen Dor­fes Gala­xi­di zu Mit­tag essen kön­nen. Zum Abend­essen keh­ren wir zurück ins Hotel.

4. Tag: Im Lichte des Wahren, Schönen und Guten

Die­ser Tag steht im Zei­chen des auch in Pla­tons Wer­ken all­ge­gen­wär­ti­gen Got­tes, dem das Hei­lig­tum von Del­phi geweiht war: Apol­lon. Im mor­gend­li­chen Input zeigt Ihnen Chris­toph Quarch, dass der apol­li­ni­sche Geist in Pla­tons Phi­lo­so­phie in den zen­tra­len Kon­zep­ten des Guten, Wah­ren und Schö­nen wei­ter­lebt. Nach dem Mit­tag­essen im Hotel und einer ent­spann­ten Mit­tags­pau­se spa­zie­ren Sie zum Haupt­aus­gra­bungs­ge­län­de und besich­ti­gen dort gemein­sam mit unse­rer deutsch­spra­chi­gen Füh­re­rin Pen­ny die Res­te des gro­ßen Apol­lon-Tem­pels, in dem sich das Ora­kel befand. Eben­so sehen Sie das Thea­ter, das Sta­di­on und die Schatz­häu­ser. Abends tafeln wir in der Taver­ne Vachus und atmen dort den Geist des gro­ßen Anti­po­den des Apol­lon: des Dio­ny­sos, den Pla­ton eben­so ver­ehr­te. 

5. Tag: Das Höhlengleichnis | Befreiung aus der Ignoranz

Einer der berühm­tes­ten Tex­te Pla­tons ist das soge­nann­te Höh­len­gleich­nis aus sei­nem Dia­log über den „Staat”. Was liegt näher, als sich mit die­sem Text an just dem Ort zu befas­sen, der Pla­ton, nach allem was wir wis­sen, zu dem gro­ßen Gleich­nis-Bild inspi­riert hat: der Kory­ki­schen Grot­te im Par­nass Gebir­ge. Gemein­sam fah­ren Sie eine drei­vier­tel Stun­de mit dem Bus in die Ber­ge, um zuletzt in einer Stun­de zur Grot­te zu spa­zie­ren. Bevor Sie in die Höh­le gehen, hören Sie einen der schö­nen Mythen der grie­chi­schen Dich­tung. Nach dem Höh­len­be­such stei­gen wir ab zu einer klei­ne Kapel­le und Pick­ni­cken dort. Wer Lust hat, wan­dert durch male­ri­sche Wäl­der in drei Stun­den gemüt­lich berg­ab zurück nach Del­phi. Alter­na­tiv kann man im Bus zurück­fah­ren. Zum Abend­essen tref­fen sich alle wie­der im Hotel.

6. Tag: Das gute Leben

Pla­ton sagt ein­mal, bei sei­nem gan­zen Den­ken sei es ihm immer nur um die eine Fra­ge gegan­gen: Was ist eigent­lich ein gutes Leben? Sei­nen Ant­wor­ten auf die­se Fra­ge gilt der mor­gend­li­chen Impuls­vor­trag. Sie erfah­ren nicht nur von Pla­tons Visi­on eines gerech­ten Staa­tes, son­dern eben­so von sei­nem Ide­al eines guten, har­mo­ni­schen Lebens des Ein­zel­nen. Mit­tags essen Sie im Hotel, bevor Sie nach einer aus­ge­dehn­ten Pau­se gemein­sam das Archäo­lo­gi­sche Muse­um in Del­phi mit der berühm­ten Bron­ze­skulp­tur des Wagen­len­kers erkun­den. Wie es sich für einen Tag zum The­ma „gutes Leben” gehört, las­sen Sie ihn in der viel­leicht schöns­ten Dorf­ta­ver­ne mit einem gesel­li­gen Mahl aus­klin­gen.

 

7. Tag: Bildung, Spiel und Eros

Die­ser letz­te Tag in Del­phi steht im Zei­chen jener Fra­ge, die Sie sicher­lich beschäf­tigt: Wel­che Wege weist uns Pla­ton zu einem guten Leben – ganz kon­kret, auch heu­te noch? Dar­um dreht sich der Phi­lo­so­phie-Impuls am Mor­gen. Auf ihn folgt ein Besuch in einem klei­nen Muse­um, das dem Andenken von Ange­los Sik­el­ia­nos gewid­met ist: einem grie­chi­schen Dich­ter, der von Pla­ton inspi­riert in den 20er Jah­ren des 20. Jahr­hun­derts in Del­phi die anti­ken Pythi­schen Spie­le zu neu­em Leben erweck­te. Nach der Frei­zeit am letz­ten Tag in Del­phi fin­den wir uns beim Töp­fer­meis­ter Aris­to­te­lis ein. Hier erhal­ten Sie eine Kost­pro­be davon, wie es aus­sieht, wenn ein Mensch vom krea­ti­ven Eros ergrif­fen ist. Er wir unter­halt­sam und anschau­lich erläu­tern, wie anti­ke Vasen gefer­tigt und bemalt wur­den. Wir beschlie­ßen den Tag und die Rei­se mit einem gemein­sa­men Din­ner im Hotel und einer klei­nen Umtrunk auf der Hotel­ter­ras­se.

8. Tag: Abschied von Griechenland: Frühstück – Abreise

 

Rah­men­pro­gramm: sie­he Aus­schrei­bung ZEIT REISEN

Beginn: Mitt­woch, 13. Mai 2020, 14 Uhr Flug­ha­fen Athen
Ende: Mitt­woch, 20. Mai 2020, 12 Uhr Flug­ha­fen Athen
Kos­ten: 1550 € DZ/HP, zzgl. Anrei­se, nicht auf­ge­führ­te Ver­pfle­gung, Rei­se­schutz, EZ-Zuschlag 230 €
Ort:  Hotel Ama­lia, Del­phi (Grie­chen­land)

Die Rei­se ist der­zeit noch nicht buch­bar, Sie kön­nen sich aber ger­ne bei ZEIT REISEN vor­mer­ken las­sen. Im Anschluss an die­se Pla­ton-Rei­se bie­te ich in Olym­pia ein Semi­nar über die Vor­s­o­kra­ti­ker an.   

Infos zur Rei­se erhal­ten Sie bei ZEIT REISEN, Tel: +49 (0)40 3280–455, Fax: ‑105,

Anmel­dung: ZEIT REISEN, zeitreisen@zeit.de, Tel. +49 (0) 40–3280-455, www.zeitreisen.zeit.de
Teil­neh­mer: min­des­tens 12, maxi­mal 20