»Erkenne dich selbst!« Einsichten in Delphi

Philosophiereise ZEIT-REISEN

Datum / Zeit:  05.05.2022 – 12.05.2022  |  14:00 – 12:00

Gehen Sie gemeinsam mit Christoph Quarch im geistigen Zentrum der antiken Welt der Frage nach, was unser Menschsein ausmacht

Ist der Mensch eine anti­quier­te Spe­zi­es? Was wird aus uns, wenn Maschi­nen bes­ser den­ken und effi­zi­en­ter arbei­ten als wir? Die­se Fra­gen sind drän­gend, denn die Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie stellt unser Selbst­ver­ständ­nis radi­kal infra­ge. In Del­phi ver­neh­men wir das Wort, das unse­re Kul­tur begrün­de­te: Gno­thi seau­ton – »Erken­ne dich selbst!«, ein­ge­mei­ßelt in die Mau­ern des Apol­lo-Tem­pels. Damit wur­de der anti­ke Mensch ange­hal­ten, sein Mensch­sein geis­tig zu durchdringen.

Del­phi wur­de zum Zen­trum der anti­ken Welt, weil von dort ein Geist aus­ging, der die kul­tu­rel­le Blü­te ent­fach­te, von der das Abend­land bis heu­te zehrt: Phi­lo­so­phie und Wis­sen­schaft, Demo­kra­tie und Frei­heit­lich­keit, der Sinn für Schön­heit und Gerech­tig­keit, Wert­schät­zung des Ein­zel­nen und Ach­tung vor der Natur. All das brau­chen wir in unse­rer Zeit: ein klares

Maß, einen Garan­ten für die Sinn­haf­tig­keit des Lebens und das Zen­trum einer zukunfts­fä­hi­gen Inter­pre­ta­ti­on unse­res Seins. Es heißt Harmonie.

  • Phi­lo­so­phi­sche Exkur­se und Dis­kus­sio­nen mit dem Autor des Buches »Pla­ton und die Folgen«
  • Phi­lo­so­phie ver­ständ­lich vermittelt
  • Archäo­lo­gi­sche Stät­ten von Delphi
  • Aus­flug zum Hafen und Strand von Galaxidi
  • Kory­ki­sche Grot­te und Pick­nick im Parnass-Gebirge

1.  Tag: Anreise nach Delphi

Chris­toph Quarch begrüßt Sie gegen 14 Uhr am Flug­ha­fen Athen. Gemein­sa­me Bus­fahrt nach Del­phi. Nach Ihrer Ankunft haben Sie Zeit, das schö­ne Hotel Ama­lia mit sei­nem gro­ßen Pool zu erkun­den, bevor Sie zu einem Ape­ri­tif auf der Hotel­ter­ras­se und einem gemein­sa­men Abend­essen zusammenkommen.

2.  Tag: Sokratische Erschütterungen

Nach dem Früh­stück ver­sam­meln Sie sich in dem licht­durch­flu­te­ten Semi­nar­raum für den ers­ten Impuls­vor­trag. Inspi­riert von Sokra­tes, der sei­nem eige­nen Zeug­nis nach wie kein ande­rer das del­phi­sche »Erken­ne dich selbst!« ernst nahm, ler­nen Sie das neu­zeit­li­che Men­schen­bild des Homo Faber oder Homo oeco­no­mic­us ken­nen und hin­ter­fra­gen. Sie essen im Hotel zu Mit­tag. Nach­mit­tags spa­zie­ren Sie zur Kas­ta­li­schen Quel­le und zum Hei­lig­tum der Athena Pro­na­ia, wo Ihre Füh­re­rin Pen­ny Sie mit dem Aus­gra­bungs­ge­län­de ver­traut macht. Abend­essen in einer male­ri­schen Taver­ne mit schö­nem Meerblick.

3.  Tag: Gaias Erbe

Der mor­gend­li­che Input setzt an bei einem der geflü­gel­ten »del­phi­schen Sprich­wör­ter« der Anti­ke: »Beden­ke, dass du sterb­lich bist.« Gera­de der Umstand, dass wir sterb­lich sind, ver­leiht dem­nach unse­rem Leben Wert und Wür­de – eine Erkennt­nis, die den del­phi­schen Geist maß­geb­lich präg­te und aus sei­ner ältes­ten Quel­le rührt: dem ursprüng­li­chen Kult der gro­ßen Erd­göt­tin Gaia. Zu deren magi­scher Kult­stät­te im Par­nass-Gebir­ge fah­ren Sie am spä­ten Vor­mit­tag. Nach­dem Sie die­sen ältes­ten Kult­platz und ursprüng­li­chen Ora­kel­sitz erkun­det haben, hal­ten Sie an einem schat­ti­gen Plätz­chen Pick­nick. Wer Lust hat, wan­dert durch urtüm­li­che Wäl­der in drei Stun­den gemüt­lich berg­ab nach Del­phi. Alter­na­tiv Rück­fahrt mit dem Bus. Abend­essen im Hotel

4. Tag: Apollinische Winke

Die­ser Tag steht im Zei­chen des Got­tes, dem das Hei­lig­tum von Del­phi geweiht war: Apol­lo. Der Mor­gen­vor­trag befasst sich mit der zwei­ten del­phi­schen Inschrift »Nichts im Über­maß!«. Auf ihr grün­det die Ethik der alten Welt, bis heu­te hat sie nichts an Plau­si­bi­li­tät ein­ge­büßt. Nach dem Mit­tag­essen und einer Pau­se spa­zie­ren Sie zum Hauptausgrabungsgelände

und besich­ti­gen dort gemein­sam mit unse­rer Füh­re­rin Pen­ny die Res­te des gro­ßen Tem­pels, in dem sich das Ora­kel befand, des Thea­ters, des Sta­di­ons und der Schatz­häu­ser. Abend­essen in einer Taverne.

5.  Tag: Dionysische Momente

Im Tem­pel zu Del­phi wur­de nicht nur Apol­lo ver­ehrt. Drei Mona­te des Jah­res fei­er­te man den Dio­ny­sos, in vie­ler­lei Hin­sicht der Gegen­pol zu Apol­lo. Dio­ny­sos reprä­sen­tiert die dunk­le, chao­ti­sche, rausch­haf­te Sei­te des Lebens. Im Mor­gen­im­puls erläu­tert Chris­toph Quarch, war­um sie für das Men­schen­bild der Anti­ke unbe­dingt dazu­ge­hör­te und war­um wir das Dio­ny­si­sche und Apol­li­ni­sche – wie einst in Del­phi – zusam­men­brin­gen müs­sen, wenn wir unse­rem Mensch­sein genü­gen wol­len. Am spä­ten Vor­mit­tag fah­ren Sie ans Meer, wo Sie im Hafen des idyl­li­schen Dor­fes Gala­xi­di zu Mit­tag essen. Anschlie­ßend geht’s wei­ter zum Strand – ent­we­der für ein Bad oder für eine Sies­ta im Schat­ten der Man­del­bäu­me. Das Abend­essen neh­men wir im Hotel ein, wo uns ein dio­ny­si­scher Abend erwartet.

6.  Tag: Pythische Spiele

Heu­te geht es um die Pythi­schen Spie­len, die an Bedeu­tung den gro­ßen Spie­len von Olym­pia nicht nach­stan­den. Dabei wird erkenn­bar, inwie­fern die Anti­ke ernst mach­te mit Pla­tons Wort, der Mensch kön­ne sein Leben nicht bes­ser zubrin­gen denn als eine Abfol­ge der schöns­ten Spie­le. Nach dem Mit­tag­essen besich­ti­gen Sie ein Muse­um, das dem Andenken

von Ange­los Sik­el­ia­nos gewid­met ist, der in den zwan­zi­ger Jah­ren des 20. Jahr­hun­derts die Pythi­schen Spie­le zu neu­em Leben erweck­te. Anschlie­ßend erkun­den Sie das Archäo­lo­gi­sche Muse­um in Del­phi mit der berühm­ten Bron­ze­skulp­tur des Wagen­len­kers, bevor Sie in einer der Dorf­ta­ver­nen zu Abend essen.

7.  Tag: Delphische Inspirationen

Chris­toph Quarch erwägt gemein­sam mit Ihnen, was wir vom del­phi­schen Geist für die gegen­wär­ti­ge Welt brau­chen und wie er sich auf Ihr per­sön­li­ches Leben frucht­brin­gend anwen­den lässt. Mit­tag und frü­her Nach­mit­tag ste­hen Ihnen zur frei­en Ver­fü­gung. Am frü­hen Abend sind wir in der Werk­statt des del­phi­schen Töp­fer­meis­ters Aris­to­te­lis, der anschau­lich erläu­tert, wie anti­ke Vasen gefer­tigt und bemalt wur­den. Wir beschlie­ßen den Tag und die Rei­se mit einem Din­ner im Hotel und einer klei­nen Zere­mo­nie auf der Hotelterrasse.

8.  Tag: Abschied von Griechenland

Nach dem Früh­stück Trans­fer zum Flug­ha­fen Athen und anschlie­ßend indi­vi­du­el­le Rückreise.

Ent­hal­te­ne Leistungen:

  • Sie­ben Über­nach­tun­gen im Ama­lia Hotel Del­phi, inklu­si­ve reich­hal­ti­gem Frühstücksbuffet
  • 7x Mit­tag- oder Abend­essen (je nach Pro­gramm­ver­lauf), Lunch­pa­ket für Pick­nick im Parnass-Gebirge
  • Phi­lo­so­phi­sche Semi­na­re und Dis­kus­sio­nen mit Chris­toph Quarch
  • Ein­trit­te, Besich­ti­gun­gen und Trans­fers laut Programm
  • Ein Exem­plar „Das gro­ße Ja. Ein phi­lo­so­phi­scher Weg­wei­ser zum Sinn des Lebens“
  • Ein DuMont-Rei­se­füh­rer pro Buchung

Nicht ent­hal­te­ne Leistungen:

  • Indi­vi­du­el­le An- und Abrei­se nach/von Athen
  • Mahl­zei­ten außer­halb des Hotels und nicht auf­ge­führ­te Getränke
  • Trink­gel­der
  • Rei­se­rück­tritts­kos­ten- und wei­te­re Ver­si­che­run­gen. Umfas­sen­den Rei­se­schutz bie­tet Ihnen gern unser Part­ner, die HanseMerkur

ANMELDUNG ZEIT REISN – Susann Fritz­sche Tele­fon: 040‑3280-176

E‑Mail: zeitreisen@zeit.de

Selbst­ver­ständ­lich kön­nen Sie die­se Rei­se auch online buchen: www.zeitreisen.zeit.de